3CX Version 18 EOL: Wichtige Änderungen für bestehende Anlagen
3CX Version 18 hat offiziell den End-of-Life-Status (EOL) erreicht. Für Unternehmen, die ihre Telefonanlage noch auf dieser Version betreiben, ergeben sich dadurch einige Änderungen – insbesondere im Bereich Sicherheit und Cloud-Services.
Wir fassen zusammen, was sich jetzt konkret ändert und worauf Sie achten sollten.
Keine Sicherheitsupdates mehr für V18
Mit dem EOL von Version 18 stellt 3CX die Weiterentwicklung dieser Version ein. Das bedeutet unter anderem:
-keine Sicherheitsupdates
-keine Updates für Bedrohungsdaten
-keine Verbesserungen oder Fehlerbehebungen
Ein System kann zwar weiterhin laufen, erhält aber keine weiteren Schutzmechanismen gegen neue Sicherheitsrisiken.
Änderungen bei Cloud-Services
Neben den klassischen Updates betrifft das EOL auch mehrere Cloud-Funktionen von 3CX.
SMTP-Service
Der integrierte 3CX SMTP-Dienst für V18 wird eingestellt.
Ab 1. Mai 2026 werden E-Mails, die über die 3CX-Cloud von V18-Systemen versendet werden, blockiert.
Um weiterhin E-Mails (z. B. Voicemail oder Systemmeldungen) zu versenden, muss ein eigener SMTP-Server eingerichtet werden, z. B.:
-Microsoft 365
-Gmail
-eigener Mailserver
Remote Provisioning Service (RPS)
Auch die Remote Provisioning Service (RPS) erhält für Version 18 keine Updates mehr.
Die Funktion kann zwar weiterhin arbeiten, allerdings ohne:
-Updates für bekannte schädliche IP-Adressen
-neue Threat-Intelligence-Daten
-Verbesserungen am Blacklist-Mechanismus
Damit steigt langfristig das Risiko für Sicherheitsprobleme.
Globale IP-Blacklist
Die automatische 3CX Global IP Blacklist wird ebenfalls nicht mehr aktualisiert.
Diese Liste enthält bekannte Angreifer-IP-Adressen und schützt Systeme vor automatisierten Angriffen. Ohne regelmäßige Updates verliert dieser Schutz mit der Zeit an Wirkung.
Empfehlung: Upgrade auf 3CX Version 20
3CX empfiehlt deshalb klar den Umstieg auf Version 20.
Die aktuelle Version bietet unter anderem:
-laufende Sicherheitsupdates
-verbesserte Performance
-neue Funktionen wie AI-basierte Features und erweitertes Call-Management
-langfristige Herstellerunterstützung
Fazit
Auch wenn eine 3CX-Anlage mit Version 18 weiterhin funktionieren kann, ist der Betrieb langfristig nicht mehr empfehlenswert.
Durch fehlende Sicherheitsupdates, wegfallende Cloud-Services und ausbleibende Weiterentwicklung steigt das Risiko für Störungen oder Sicherheitsprobleme.
Ein Upgrade auf 3CX V20 sorgt dafür, dass Ihre Telefonanlage weiterhin sicher, stabil und vollständig unterstützt bleibt.
WhatsApp-Anrufe direkt in 3CX: WhatsApp SIP Calling (V20 Update 8)
Mit 3CX V20 Update 8 könnt ihr eingehende WhatsApp-Sprachanrufe wie einen ganz normalen Kanal in eure PBX holen – und dann ganz klassisch auf Nebenstellen, Gruppen, Warteschleifen, IVRs oder sogar AI Agents routen.
Wichtig vorweg: Aktuell geht nur Eingehende (WhatsApp → 3CX). Ausgehende-WhatsApp-Calls sind in der beschriebenen Umsetzung nicht vorgesehen.
Was ist das technisch?
WhatsApp “spricht” hier SIP über die WhatsApp Cloud API – verschlüsselt via TLS + SRTP (Voice). Für 3CX ist das am Ende ein SIP-Trunk, der als Quelle für eingehende Calls dient.
Warum ist das spannend
Weil WhatsApp für viele Kunden der natürlichste Einstiegskanal ist. Und jetzt wird aus „schreib uns auf WhatsApp“ zusätzlich auch:
- „Ruf uns auf WhatsApp an“ (ohne klassische Telefonkosten / ohne Landesgrenzen-Denke)
- Call-Routing wie gewohnt (Queue/IVR/Zeitsteuerung/Skills)
- Ein Kanal mehr im Contact-Center – ohne extra Insel-Lösung
Voraussetzungen
Damit das sauber läuft, braucht ihr:
1. Eine Live WhatsApp App im Meta Developer Portal inkl. Messaging Permissions für die Business-Nummer.
2. Phone Number ID + User Access Token (kommt aus der WhatsApp-Setup)
3. Einen Schritt, der aktuell nicht im Meta-UI klickbar ist: SIP muss per Graph API Request aktiviert werden (z. B. via Postman oder curl).
4. Und natürlich: 3CX V20 Update 8.
Setup in 60 Sekunden erklärt
Die offizielle Doku führt euch in 5 Steps durch: App erstellen → SIP aktivieren → Konfiguration prüfen → Call Settings in Business Manager aktivieren → SIP Trunk in 3CX anlegen.
Beim Aktivieren gebt ihr eure 3CX FQDN + euren SIPS-Port (typisch 5061) an - also wohin WhatsApp die Calls zustellen soll.
3CX-Seite: Template oder Generic Trunk
3CX liefert dafür einen Provider-Template-Import (WhatsApp Template) – und beim Anlegen ist entscheidend:
- Default Route setzen (wo sollen WhatsApp-Calls landen?)
- Outbound Rule deaktivieren (weil Inbound-only)
Alternativ geht’s als Generic SIP Trunk mit festen Parametern:
1. Auth: IP-based
2. Host: wa.meta.vc
3. Transport: TLS
4. SRTP: Enforced
5. Codec: OPUS
Typische Anwendungsfälle aus der Praxis
Vertrieb / Erstkontakt
WhatsApp dient als niedrigschwelliger Einstiegskanal für Neukunden.
1. Kunden wählen „Per WhatsApp anrufen“
2. Der Anruf wird direkt in die Vertriebs-Warteschleife geleitet
3. Zeitsteuerungen greifen wie bei klassischen Telefonanrufen
4. Außerhalb der Geschäftszeiten erfolgt eine Weiterleitung auf IVR oder Voicemail mit Rückrufoption
Ideal für Website, Google-Unternehmensprofil und Social Media – ohne zusätzliche Systeme oder Rufnummern.
Support / Entlastung der Hotline
WhatsApp-Anrufe als ergänzender Support-Kanal.
1. Eingehende WhatsApp-Anrufe landen in der Support-Warteschleife
2. Optional mit IVR-Vorqualifizierung („1 = Technik, 2 = Abrechnung, 3 = Sonstiges“)
3. Warteschleifenlogik, Ansagen und Auswertungen entsprechen der klassischen Telefonie
So wird die bestehende Hotline entlastet, ohne etablierte Abläufe zu verändern.
International / Mehrere Standorte
Ein zentraler WhatsApp-Kanal mit interner Trennung.
- Eine WhatsApp-Nummer als zentraler Einstiegspunkt
- Weiterleitung innerhalb von 3CX nach: Sprache, Warteschleife oder Standort
Steuerung vollständig über die bestehende 3CX-Logik
Ergebnis: Einheitlicher Außenauftritt bei klar strukturierter interner Weiterleitung.
Wichtige Hinweise vor dem Einsatz
Kein klassischer SIP-Anbieter
WhatsApp ist kein herkömmlicher Telefonie-Carrier.
Die Anbindung erfolgt über Meta / WhatsApp Cloud API
Erforderlich sind:
1. Meta-Business-Einrichtung
2. Zugriffstoken
3. Aktivierung per Graph-API
Die Integration ist technisch sauber, jedoch kein klassischer Plug-and-Play-SIP-Trunk.
Aktuell nur eingehende Anrufe
WhatsApp-Telefonie ist derzeit auf eingehende Anrufe beschränkt
Ausgehende WhatsApp-Sprachanrufe sind nicht möglich
Saubere 3CX-Erreichbarkeit notwendig
Für einen stabilen Betrieb müssen erfüllt sein:
- Öffentlicher FQDN
- Gültiges SSL-Zertifikat
- Korrekt konfiguriertes TLS und SRTP
Sind diese Voraussetzungen gegeben, läuft die Integration stabil und zuverlässig.
Fazit
WhatsApp SIP Calling erweitert 3CX um einen zusätzlichen Sprachkanal, ohne bestehende Telefonie- oder Contact-Center-Strukturen aufzubrechen. Eingehende WhatsApp-Anrufe lassen sich wie klassische Telefonate steuern, auswerten und in bestehende Abläufe integrieren.
Wer WhatsApp bereits als Kundenkanal nutzt, erhält damit eine saubere Möglichkeit, Sprachkommunikation zentral in 3CX abzubilden – mit klaren technischen Rahmenbedingungen und realistischem Funktionsumfang.
3CX V20 Update 8 jetzt offiziell verfügbar
3CX hat V20 Update 8 Final offiziell freigegeben und bringt damit die nächste Ausbaustufe der KI-gestützten Telefonie in die Produktivversion.
Im Fokus steht vor allem der Einsatz sogenannter Agentic AI, die Anrufe nicht nur analysiert, sondern aktiv Entscheidungen im Call-Handling und Routing treffen kann.
Neben den KI-Funktionen enthält das Update auch organisatorische und administrative Verbesserungen, darunter eine abteilungsbasierte Microsoft-365-Synchronisation sowie gemeinsame Voicemail-Postfächer für Warteschlangen und Ringgruppen.
Zusätzlich wurden Anpassungen rund um Transkription und Lizenzierung vorgenommen, die vor einem Update geprüft werden sollten.
Fazit:
Update 8 markiert den nächsten Schritt von klassischer IP-Telefonie hin zu stärker automatisierten, KI-gestützten Kommunikationsprozessen innerhalb der 3CX-Plattform.
Wenn Sie mehr zu den Neuerungen erfahren möchten, werfen Sie gerne einen Blick in unsere aktuellen Beiträge zu Update 8 – hier klicken und hier klicken.
Ausblick auf 3CX Update 8 - KI, M365-Sync und neue On-Premise-Features
Im 3CX Webinar wurden mehrere neue und weiterentwickelte Funktionen vorgestellt, die sowohl für Administratoren als auch für Unternehmen praxisrelevant sind. Im Fokus standen dabei KI-gestützte Features, Microsoft-365-Integration sowie Verbesserungen im Bereich Warteschleifen, Rufgruppen und Analyse.
Nachfolgend fassen wir die wichtigsten Punkte strukturiert zusammen und ordnen sie technisch ein.
Shared Mailboxen für Warteschleifen und Rufgruppen
Künftig können Shared Mailboxen direkt für Warteschleifen und Rufgruppen verwendet werden.
Das vereinfacht die Verwaltung erheblich, da Voicemail-Nachrichten zentral bereitgestellt und von mehreren Mitarbeitern gemeinsam bearbeitet werden können – insbesondere sinnvoll für Support-, Sales- oder Zentralsekretariate.
Microsoft 365 Department Sync
Mit dem M365 Department Sync wird die Synchronisation von Abteilungen zwischen Microsoft 365 und 3CX deutlich verbessert.
Abteilungen können automatisch übernommen und aktuell gehalten werden, was den Administrationsaufwand reduziert und die Konsistenz zwischen beiden Systemen sicherstellt.
KI-Sprachunterstützung: 10 Stimmen, 50 Sprachen
Die neue KI-Sprachausgabe unterstützt:
- 10 unterschiedliche Stimmen
- 50 Sprachen
Damit lassen sich IVRs, Ansagen und automatisierte Sprachdialoge deutlich flexibler und internationaler gestalten.
Boss-Secretary-Funktion
Die klassische Boss-Secretary-Funktion wurde weiterentwickelt.
Anrufe können intelligent gefiltert, angekündigt oder priorisiert weitergeleitet werden – abhängig von Status, Uhrzeit oder Anruferkennung.
Automatische Spracherkennung
Die automatische Spracherkennung erkennt selbstständig die Sprache des Anrufers und passt Ansagen oder KI-Interaktionen entsprechend an.
Dabei ist auch ein Live-Wechsel der Sprache während des Gesprächs möglich - wechselt der Anrufer beispielsweise von Englisch zu Italienisch oder Deutsch, passt sich das System dynamisch an.
Das reduziert manuelle IVR-Verzweigungen und verbessert die Benutzerführung erheblich.
On-Premise Transkription (DSGVO Relevant)
Ein besonders wichtiger Punkt: On-Premise Transkription.
Die Sprach-zu-Text-Verarbeitung erfolgt lokal auf dem eigenen System – ohne externe Cloud-Dienste.
Dies ist insbesondere für datenschutzsensible Umgebungen relevant.
3CX Hardware-Empfehlung für On-Premise Transkription
Für den produktiven Einsatz empfiehlt 3CX folgende Mindestanforderungen:
GPU: NVIDIA RTX 5090 mit 32 GB VRAM
CPU: mindestens 6 Cores
RAM: mindestens 24 GB
Storage: mindestens 20 GB freier Speicher
Betriebssystem: Debian 12
Bei höherem Transkriptions- oder KI-Output kann eine zweite RTX 5090 erforderlich sein.
SIP Checker
Mit dem neuen SIP Checker wird die Analyse von SIP-Trunks und Signalisierung vereinfacht.
Fehler, Inkonsistenzen oder Konfigurationsprobleme lassen sich schneller identifizieren, was die Inbetriebnahme und Fehlersuche deutlich beschleunigt.
Automatische Spam-Erkennung
Mit der automatischen Spam-Erkennung wird der Schutz vor unerwünschten Anrufen weiter verbessert. Eingehende Gespräche werden anhand verschiedener Merkmale analysiert und potenzielle Spam- oder Robocalls frühzeitig erkannt.
Verdächtige Anrufe können automatisch markiert, blockiert oder gezielt umgeleitet werden. Dadurch werden Mitarbeiter entlastet, Störungen im Tagesgeschäft reduziert und die Erreichbarkeit für relevante Anrufer verbessert.
Fazit
Mit dem kommenden 3CX Update 8 wird der Funktionsumfang in mehreren zentralen Bereichen deutlich erweitert. Besonders im Fokus stehen KI-gestützte Funktionen, eine verbesserte Microsoft-365-Integration sowie neue Möglichkeiten zur lokalen Verarbeitung sensibler Daten.
Features wie automatische Spracherkennung mit Live-Sprachwechsel, On-Premise-Transkription, intelligente Spam-Erkennung und vereinfachte Verwaltung von Warteschleifen und Rufgruppen tragen dazu bei, Abläufe effizienter und nutzerfreundlicher zu gestalten.
Gerade für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datenschutz, Skalierbarkeit und Integration in bestehende IT-Umgebungen bieten die angekündigten Neuerungen einen klaren Mehrwert. Wir empfehlen, die geplanten Funktionen frühzeitig in die eigene System- und Kapazitätsplanung einzubeziehen und bestehende 3CX-Installationen entsprechend vorzubereiten.
3CX Free Edition: Rückkehr der kostenlosen Lizenz
3CX hat offiziell die Rückkehr einer kostenfreien Einstiegsvariante angekündigt. Als 4SC-Variante der neuen Basic Edition richtet sich dieses Angebot gezielt an Hobbyisten, Kleinst-Setups und Bildungseinrichtungen, die eine professionelle Kommunikationslösung ohne Lizenzkosten suchen.
Fokus auf Apps und Flexibilität
Die neue Free Edition ist darauf ausgelegt, Komplexität zu reduzieren. Statt aufwendiger Konfigurationen von Tischtelefonen setzt 3CX hier voll auf den modernen Web Client und die mobilen Apps (iOS/Android/Windows). Dies spart nicht nur Hardwarekosten, sondern macht das System sofort einsatzbereit für Teams, die mobil und flexibel arbeiten müssen.
Die wichtigsten Features im Überblick:
4 gleichzeitige Anrufe (4SC): Ideal für kleinste Teams und Testumgebungen.
Funktionsvielfalt: Inklusive Multi-Level IVR (Anrufbeantworter), Ring-Gruppen und Live Chat Integration.
Freie SIP-Trunk-Wahl: Nutzen Sie Ihren bevorzugten Anbieter für maximale Kostenkontrolle.
Self-Hosted: Die Anlage kann on-premise oder in einer eigenen Cloud (z. B. AWS, Azure, Google Cloud oder DigitalOcean etc.) betrieben werden.
Wichtiger Hinweis zum Hosting und Downgrade
Ein entscheidender Punkt: Die Free Edition beinhaltet kein Hosting durch 3CX. Nutzer, die aktuell eine 4SC PRO-Lizenz besitzen und nicht verlängern möchten, haben die Möglichkeit eines Downgrades auf die Free Basic Edition. In diesem Fall muss jedoch der Umzug auf ein eigenes Hosting erfolgen.
Diese Edition bietet eine hervorragende Basis, um die Leistungsfähigkeit moderner VoIP-Kommunikation unverbindlich kennenzulernen. In einer Welt, in der jede Verbindung zählt – fast so essenziell wie die Ausrüstung für eine wichtige Mission – stellt 3CX hiermit wieder die Weichen für einen einfachen Einstieg.
Bleiben Sie informiert: Weitere Details zum offiziellen Release folgen mit dem kommenden Update 8.
3CX Version 18: App-Support eingestellt
3CX hat den App-Support für Version 18 vollständig eingestellt. Die mobilen Apps für Android und iOS sowie der Windows-Client können sich nicht mehr mit einer 3CX-Anlage auf Basis von V18 verbinden. Damit entfällt die Nutzung der App-basierten Telefonie für alle Systeme, die weiterhin auf dieser Version betrieben werden.
Version 18 hat bereits vor einiger Zeit den End-of-Life-Status erreicht. Sicherheitsupdates und Weiterentwicklungen wurden eingestellt, der App- und Push-Support jedoch noch übergangsweise verlängert. Diese Übergangsphase ist nun beendet. 3CX konzentriert sich vollständig auf die aktuelle Version 20, um neue Funktionen, Sicherheitsanforderungen und Betriebssystem-Updates zuverlässig abbilden zu können.
Auswirkungen auf bestehende Installationen
Für Unternehmen, die weiterhin 3CX V18 einsetzen, hat dies unmittelbare Folgen. Mobile Nutzer erhalten keine Anrufe mehr über die App, Push-Benachrichtigungen funktionieren nicht mehr und auch der Windows-Softphone-Client ist nicht mehr nutzbar. Besonders betroffen sind Arbeitsplätze im Homeoffice, im Außendienst oder Szenarien, in denen Softphones statt Tischtelefone eingesetzt werden.
Der Betrieb der Anlage an sich ist zwar weiterhin möglich, die Nutzung moderner Clients ist jedoch stark eingeschränkt. Damit verliert das System einen wesentlichen Teil seiner Alltagstauglichkeit.
Warum ein Upgrade notwendig ist
Ein Upgrade auf die aktuelle Version 20 ist erforderlich, um die volle Funktionalität der mobilen und Desktop-Apps wiederherzustellen. Darüber hinaus bietet V20 eine modernisierte Plattform, verbesserte Sicherheitsmechanismen und eine langfristige Unterstützung durch 3CX.
Unternehmen, die den Versionswechsel bislang aufgeschoben haben, sollten nun aktiv werden. Ein geplanter Upgrade-Prozess mit Tests, Backup und Nutzerinformation hilft dabei, Ausfälle im laufenden Betrieb zu vermeiden.
Fazit
Mit dem Ende des App-Supports für 3CX Version 18 ist der Weiterbetrieb ohne Einschränkungen nicht mehr möglich. Wer weiterhin auf mobile Erreichbarkeit und Softphone-Arbeitsplätze angewiesen ist, kommt an einem Upgrade auf Version 20 nicht vorbei. Eine frühzeitige Planung sorgt dafür, dass die Umstellung kontrolliert und ohne unnötige Unterbrechungen erfolgt.
3CX Enterprise Plus Edition – was sie ist und was nicht
Immer wieder taucht bei Kunden und Partnern die Frage auf, ob 3CX Enterprise Plus eine „höhere“ oder „bessere“ Version der klassischen 3CX Enterprise Edition ist. Genau hier lohnt sich ein genauer Blick – denn dieses Verständnis ist falsch.
Enterprise Plus ist kein Upgrade von Enterprise
Das Wichtigste gleich zu Beginn:
Die 3CX Enterprise Edition enthält bereits alle klassischen Enterprise‑Funktionen.
Enterprise Plus ist keine Erweiterung, kein Add‑on und kein Upgrade der Enterprise Edition.
Stattdessen handelt es sich um eine separate, klar abgegrenzte Lizenzvariante, die sich ausschließlich an kleinere Installationen richtet.
Klare Rahmenbedingungen von 3CX Enterprise Plus
Laut offizieller 3CX‑Dokumentation gilt:
Enterprise Plus ist nur für 8 SC und 16 SC verfügbar
Sie richtet sich an Umgebungen mit bis ca. 80 Nutzern
Fokus liegt ausschließlich auf cloud‑basierter KI‑Transkription
Der eigentliche Zweck von Enterprise Plus
3CX Enterprise Plus wurde eingeführt, um KI‑basierte Anruf‑Transkription auch dort nutzbar zu machen, wo:
-keine eigene KI‑Infrastruktur vorhanden ist
-keine GPUs betrieben werden sollen
-der administrative Aufwand minimal bleiben soll
Die eigentliche Sprachverarbeitung erfolgt dabei nicht lokal, sondern über von 3CX angebundene externe KI‑Dienste. Technisch bedeutet das, dass die Audiodaten die lokale 3CX‑Installation verlassen und zur Verarbeitung an einen Cloud‑basierten KI‑Dienst weitergegeben werden, der von 3CX integriert wird.
Wichtig ist hier die saubere Einordnung: Es handelt sich nicht um eine lokal betriebene KI‑Funktion innerhalb der 3CX‑Anlage. Die Transkription wird über eine externe KI‑Plattform realisiert, die 3CX zentral anbindet und verwaltet. Für den Administrator bleibt das transparent – es gibt keine eigene KI‑Installation, keine GPU‑Server und keinen zusätzlichen Wartungsaufwand.
Dafür setzt 3CX auf vordefinierte Transkriptions‑Pakete, die direkt an die jeweilige Enterprise‑Plus‑Lizenz gekoppelt sind.
Enterprise vs. Enterprise Plus – korrekt eingeordnet
An dieser Stelle ist eine klare sprachliche Einordnung wichtig, da die beiden Editionen häufig direkt miteinander verglichen werden – oft mit der falschen Annahme, Enterprise Plus sei eine „höhere“ Stufe.
Die Enterprise Edition bleibt die vollwertige und flexibel einsetzbare Plattform. Sie bietet den kompletten Funktionsumfang ohne künstliche Einschränkungen bei den gleichzeitigen Gesprächen und erlaubt es, KI-Funktionen lokal oder in eigenen Cloud-Umgebungen zu betreiben. Architektur, Skalierung und Infrastruktur lassen sich hier frei planen.
Enterprise Plus hingegen setzt bewusst Grenzen. Der funktionale Umfang der Telefonanlage selbst unterscheidet sich nicht, die Lizenz ist jedoch auf 8 oder 16 gleichzeitige Gespräche begrenzt und die KI-Transkription ist ausschließlich über angebundene Cloud-Dienste nutzbar. Wachstum, individuelle KI-Architekturen oder größere Szenarien sind damit nicht vorgesehen.
Der Unterschied liegt also nicht im „Mehr an Funktionen“, sondern im Lizenzmodell und im technischen Ansatz.
Enterprise Plus ist kein besseres Enterprise – sondern ein bewusst vereinfachtes Enterprise für klar definierte Einsatzszenarien.
Fazit
Enterprise Plus ist eine sehr gezielte Lizenz für einen klar definierten Anwendungsfall:
-kleine 3CX‑Installationen
-Wunsch nach KI‑Transkription
-kein Interesse an eigener KI‑Hardware
Für alles darüber hinaus – insbesondere bei:
-steigender Nutzerzahl
-mehreren Standorten
-hohen Verfügbarkeitsanforderungen
-individuellen Architektur‑Wünschen
bleibt die klassische 3CX Enterprise Edition die richtige Wahl.
Die neuen Yealink T8-Modelle – Was die neue Business-Klasse wirklich kann
Die neue Yealink T8-Serie setzt dort an, wo die T5-Serie aufgehört hat – moderne Optik, starke Hardware und ein klares Ziel: VoIP-Telefone wieder ein Stück smarter, schneller und einfacher zu machen. Statt überladener Features setzt Yealink dabei auf Performance, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit.
In diesem Blog schauen wir uns an, was die neue Generation wirklich bringt – und ob sich ein Upgrade lohnt.
Neue Hardware, neues Design
Mit der T8-Serie bringt Yealink ein Design, das sichtbar moderner wirkt:
- Deutlich größerer und schärferer Bildschirm
- Schlankere Bauform
- Bessere Tasten und ergonomischere Bedienung
- Neue Standfuß-Optionen mit stabilerem Winkel



Smart Noise Cancellation & HD Audio
Um Gespräche klarer zu machen, hat Yealink die Noise Proof Technology verbessert.
Die neuen T8-Modelle filtern:
- Tastaturgeräusche
- Hintergrundgespräche
- Lüfter, Klimaanlagen, Bürogeräusche
…und sorgen für eine HD-klare Sprachqualität, selbst in Großraumbüros.
Verbesserte Performance
Die neue Hardwareplattform ist deutlich schneller:
- Kürzere Boot-Zeiten
- Schnellere Menü-Navigation
- Stabilere Provisionierung
- Bessere Firmware-Basis für kommende Features
Gerade bei großen Installationen (3CX, SWYX/Enreach, Pascom) macht das einen spürbaren Unterschied.
Optimierte Sicherheitsstandards
Yealink setzt in der T8-Generation stärker auf Sicherheit:
- SHA-256 Zertifikate
- SRTP & TLS 1.2
- Sichere Provisionierung über HTTPS
- Neuer Secure Boot Prozess
Damit erfüllen die Telefone die aktuellen Anforderungen vieler Firmen und Behörden.
Für wen lohnt sich das Upgrade?
Die T8-Serie lohnt sich besonders für:
Firmen, die noch T3- oder alte T4-Modelle nutzen
- Callcenter mit Fokus auf Sprachqualität
- Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen
- Firmen, die modernere Hardware wollen (große Displays, USB Headsets)
- Neue VoIP-Installationen 2025+
Die Yealink T8-Modelle bringen echten Fortschritt
Die neue Serie ist nicht nur ein kosmetisches Update. Yealink hat die Telefone schneller, sicherer und hochwertiger gemacht – mit klarer Ausrichtung auf moderne VoIP-Umgebungen.
Wenn du ein Upgrade oder eine neue Installation planst, ist die T8-Serie definitiv die richtige Wahl.
3CX bringt die Basic Edition zurück
Wenn es in der Kommunikation nur um eines geht – dass der Anruf klappt – dann ist jetzt Schluss mit Feature-Overkill: die neue Basic Edition von 3CX setzt auf das Wesentliche. Gute Nachrichten für Firmen, die zuverlässige Telefonie brauchen, nicht gängeln lassen wollen – und dabei den Geldbeutel schonen.
Was ist neu?
3CX launcht mit Update 8 die Basic Edition: Ein minimalistisches, aber modernes Telefonsystem, das auf das Wesentliche setzt: zuverlässig, sicher und gut verwaltbar.
Warum das Ganze?
Nicht jedes Unternehmen braucht komplexe CRM-Integrationen, KI-Agenten oder Call-Center-Funktionen. Gerade für Hotels, Schulen, Fabriken oder Büros mit klarem Fokus auf klassische Telefonie ist ein schlankes System oft mehr als ausreichend.
Was ist drin – und was nicht?
Zu den enthaltenen Features zählen unter anderem: Paging / Intercom, Fax, Single Sign-On (SSO), BLF-Tasten und einfache Berichte.
Wichtige, aber nicht enthaltene Funktionen sind hingegen: CRM-Anbindung, API, Hot-Desking, Brücken zwischen mehreren Standorten etc.
Preis & Lizenzmodell
Die Basic Edition ist rund 20 % günstiger als die PRO-Version und bleibt beim bekannten SIM-Call-Modell: Abgerechnet wird nicht pro Nutzer, sondern nach gleichzeitigen Gesprächen. Dadurch bleibt die Lösung vor allem bei kleineren Setups und geringem Anrufvolumen sehr kosteneffizient. Die folgende Tabelle zeigt die Jahrespreise der Basic Edition je nach Kanalstufe.*
*Die voraussichtliche Preisgestaltung sieht wie folgt aus. Es gelten die Bestimmungen zur maximalen Anzahl an Nebenstellen.

Die 3CX Basic Edition wird mit Update 8 verfügbar sein.
Für wen ist das interessant?
Die Basic Edition richtet sich an Unternehmen, die ein stabiles und modernes Telefonsystem benötigen, aber keinen Wert auf komplexe Integrationen oder Automatisierungsfunktionen legen. Sie eignet sich besonders für kleinere bis mittlere Setups, bei denen klassische Telefonie im Mittelpunkt steht und der Fokus auf einer einfachen, zuverlässigen Lösung liegt. Auch für Organisationen, die bewusst budgetfreundlich planen und keine erweiterten Features wie CRM-Anbindung, Hot-Desking oder Standortvernetzungen brauchen, ist die Edition eine passende Wahl.
Einschätzung
Die Basic Edition ist ein sinnvoller Schritt: ein fokussiertes Telefoniesystem ohne Zusatzballast und zu einem attraktiven Preis. Für viele Umgebungen dürfte die Kombination aus einfacher Verwaltung, modernen Kernfunktionen und günstigem Lizenzmodell völlig ausreichend sein. Wer später mehr Features benötigt, kann jederzeit auf PRO oder höhere Editionen umsteigen.
3CX PWA (Desktop-App im Browser) – Audio-Probleme unter Windows 11
Sollte es Probleme mit der 3CX PWA-App, also der App auf dem PC geben, liegt dies sehr wahrscheinlich an den Browser Einstellungen oder an den Einstellungen des Windows-PC selbst. In Verbindung mit einem Windows 11 Rechner treten diese Probleme nun häufiger auf. Dies liegt an den Berechtigungen und Einstellungen.
Fehlerbilder
- Erstes Gespräch des Tages hat keinen Ton.
- In den ersten Sekunden ist man nicht zu hören.
- Klingeln/Benachrichtigungen kommen unzuverlässig an.
Problem Behebung
Richtiges Gerät in der App wählen, 3CX Seite prüfen:
3CX Webclient/PWA: Einstellungen → Audio/Video → gewünschtes Mikro, Lautsprecher, Klingelton-Gerät auswählen und Test abspielen. Prüfen, ob die Headset Integration verfügbar und verbunden ist.

Windows: Einstellungen → System → Sound → Lautstärkemixer „Standardgerät“ und „Standard-Kommunikationsgerät“ korrekt setzen. Prüfen, ob unter System, aber auch unter der entsprechenden App das richtige Headset ausgewählt ist.

Windows-11 Berechtigungen
Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Mikrofon
„Zugriff auf das Mikrofon“ und „Desktop-Apps“ auf Ein.

Windows-11 Energie & USB/Bluetooth
- Einstellungen → Systemsteuerung → Leistung Energie/Energieoptionen: Energiesparplan auf „Ausbalanciert“ oder „Höchstleistung“.
- Geräte-Manager → Bluetooth-Adapter / USB-Root-Hubs → Eigenschaften → Energieverwaltung: Haken bei
„Computer kann Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“ entfernen.


Browser-Berechtigungen (Chrome/Edge/Firefox)
- Site-Berechtigungen für die 3CX-URL (FQDN deiner PBX):
Mikrofon = Zulassen, Benachrichtigungen = Zulassen, Sound = Zulassen, Pop-ups & Weiterleitungen = Zulassen, Hintergrundsynchronisierung = Zulassen. Hintergrund-Apps: - Chrome/Edge: Einstellungen → System → „Apps im Hintergrund weiter ausführen“ aktivieren.
- Edge: Einstellungen → System und Leistung → Schlaftabs: 3CX-Site als Ausnahme eintragen.
- Autoplay/Medien: Autoplay für die 3CX-Site erlauben (verhindert stummes Starten).
Benachrichtigungen / Fokus: - Windows: Einstellungen → System → Benachrichtigungen aktiv, Nicht stören aus.
- Browser-Benachrichtigungen für 3CX zulassen.



Headset-Spezifika
- Bluetooth: Aktuelle Treiber/Firmware des Dongles nutzen; bevorzugt dedizierte USB-Dongles statt „natives“ Bluetooth des Laptops.
- USB-Headset: Wenn „einmal klingeln, dann stumm“ → USB-Energiesparen wie oben deaktivieren.
- Für kritische Umgebungen: Kabel-Headset als Referenz testen.
- Browser: Manchmal hilft auch eine neu Installation der App → Website-Daten der 3CX-PWA löschen (Einstellungen → Datenschutz → Website-Daten) und PWA neu installieren.
Hintergrund: Warum passiert das?
Windows 11 parkt aus Energiespargründen Audio-Devices (USB/Bluetooth). Beim ersten Ruf „wacht“ das Headset auf, der erste Medienstrom wird verschluckt.
Browser-Updates verschärfen das: Permissions (Mikro/Pop-ups/Benachrichtigungen/Background-Sync) wechseln auf „fragen“ oder „blockiert“.
Schlaftabs/Schlafmodus in Edge/Chrome drosseln PWAs, bis ein Event sie reaktiviert. Ergebnis: verzögertes Audio.
Unter Windows 11 gibt es mehrere Systemeinstellungen, die die Audioein- und -ausgabe beeinflussen können. Mit diesem Beitrag hoffen wir, die wichtigsten Stellschrauben kompakt gebündelt zu haben, damit sich Störungen schnell beheben lassen. Zusätzlich sollten ergänzend die relevanten Browsereinstellungen – insbesondere Berechtigungen, Benachrichtigungen, Hintergrundaktivität geprüft werden.